Raus mit dem Baum!

Am zweiten Feiertag gibt’s Reste. Die Geschenke sind ausgepackt, der Papiermüll entsorgt, die Gans ist gegessen. Bei manchen Zeitgenossen fliegt schon morgen der Weihnachtsbaum aus der Wohnung, damit man Platz hat — Ja, wofür? Was bleibt vom Fest?

Eigentlich ist das Christfest der Mittelpunkt eines vierzehn Wochen langen Festkreises. So, wie vor Ostern sieben Wochen lang gefastet und dann – zumindest theoretisch – sieben Wochen lang die österliche Freudenzeit gefeiert wird, so beginnt auch sieben Wochen vor Weihnachten die Adventszeit, und nach dem Christfest ist vierzig Tage lang eine weihnachtliche Freudenzeit, bis zum Fest „Mariae Lichtmess“ am 2. Februar, von dem allerdings in der evangelischen Kirche kaum noch jemand etwas weiß.

Trotzdem haben viele Menschen schon am Zweiten Feiertag das Gefühl, dass das Fest vorbei ist. Die Verwandten, die zu Weihnachten angereist sind, packen ihre Koffer und machen sich auf dem Weg zum Bahnhof, in der Wohnung wird aufgeräumt, man schickt die Kinder ins Kino, damit man mal Ruhe hat und die Beine hochlegen kann — und dann ist sie da wieder, diese bleischwere Müdigkeit, die Traurigkeit, der Zweifel… Es war ein schönes Fest; wenn es gut ging, haben wir die vergangenen Tage genossen; aber nun ist es, als ob gar nichts gewesen ist…

War Weihnachten so gemeint?

Was ist mit dem Glanz über der Krippe, dem Jubel der Engel, den redlichen Hirten, die anbetend die Knie beugten? Was ist mit den drei Weisen aus dem Morgenland, die Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten?

Nein, Halt! Die kommen ja erst noch!

Was bleibt vom Weihnachtsfest? Es kommt – auch – auf uns selbst an. Wenn wir die Gedanken an den Mensch gewordenen Gott mit dem Tannenbaum aus dem Haus werfen, bleibt nicht viel mehr als Leere zurück…

„Die Hirten kehrten wieder um und erzählten voller Freude, was sie gesehen und gehört hatten.“ heißt es am Ende der Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium, „Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen…“

Bewegt es in Euren Herzen, dass Gott Mensch geworden ist in dieser Welt. Mit der Kraft dieses Glaubens können wir vielleicht ein Stück dazu beitragen, dass es hier in dieser Welt menschlicher zugeht…

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Unsere Gottesdienste im Januar 2018

Gottesdienst
Sonntag 14. Januar 2018, 09.30 Uhr
Dorfkirche Kiekebusch, Am Amtsgarten 1, 12529 Schönefeld
Organist Aziz Lewandowski, Pfarrer Richard Horn

Gottesdienst
Sonntag 14. Januar 2018, 11.00 Uhr
Dorfkirche Brusendorf, Kirchweg, 15749 Mittenwalde
Organist Aziz Lewandowski, Pfarrer Richard Horn

Gottesdienst
Sonntag 21. Januar 2018, 09.30 Uhr
Dorfkirche Groß Kienitz, Groß Kienitzer Dorfstraße 14, 15831 Blankenfelde-Mahlow
Organist Aziz Lewandowski, Pfarrer Richard Horn

Gottesdienst
Sonntag 21. Januar 2018, 11.00 Uhr
Dorfkirche Rotberg, Rotberger Dorfstraße, 12529 Schönefeld
Organist Aziz Lewandowski, Pfarrer Richard Horn

Gottesdienst
Sonntag 28. Januar 2018, 09.30 Uhr
Dorfkirche Waßmannsdorf, Dorfstraße 42, 12529 Schönefeld
Organist Aziz Lewandowski, Pfarrer Richard Horn

Gottesdienst
Sonntag 28. Januar 2018, 11.00 Uhr
Dorfkirche Selchow, Alte Selchower Straße 9, 12529 Schönefeld
Organist Aziz Lewandowski, Pfarrer Richard Horn