Gottesdienste Januar bis März 2017

Termine der Gottesdienste
im Sprengel Selchow

 
Dorfkirche Brusendorf

Sonntag, 08. Januar – 11.00 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Sonntag, 26. Februar – 11.00 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Dorfkirche Groß Kienitz

Sonntag, 22. Januar – 11.00 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Sonntag, 12. März – 11.00 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Dorfkirche Kiekebusch

Sonntag, 08. Januar – 9.30 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Sonntag, 26. Februar – 9.30 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Dorfkirche Rotberg

Sonntag, 22. Januar – 9.30 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Sonntag, 12. März – 9.30 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Dorfkirche Selchow

Sonntag, 5. Februar – 11.00 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Sonntag, 26. März – 11.00 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Dorfkirche Waßmannsdorf

Sonntag, 5. Februar – 9.30 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Sonntag, 26. März – 9.30 Uhr
Gottesdienst in der Dorfkirche

Regionale Gottesdienste

Sonntag, 12. Februar – 9.30 Uhr
Kirchentagsgottesdienst
in der Dorfkirche Schönefeld

Aschermittwoch, 1. März – 18.30 Uhr
Bußgottesdienst in der Dorfkirche
Großziethen

Sonntag, 5 März – 11.00 Uhr
Regionalgottesdienst
zum Auftakt der Bibelwoche
in der Dorfkirche Schönefeld

Monatsspruch Januar 2017
Auf dein Wort
will ich die Netze auswerfen.

Lukas 5, 5 (L)
Monatsspruch Februar 2017
Wenn ihr in ein Haus kommt,
so sagt als erstes:
Friede diesem Haus!

Lukas 10, 5 (E)

Gott gibt ein neues Herz und einen frischen Geist… (Jahreslosung 2017)

Liebe Gemeindeglieder und Freunde
in den Gemeinden rund um den Flughafen!

Mir ist aufgefallen, dass viele Menschen sehr an ihrer Vergangenheit hängen. Sie orientieren sich an Bekanntem und haben Angst vor jeder Veränderung. Was sie schon kennen, was ihnen vertraut ist, das lieben sie. Es gibt ihnen Sicherheit. Es hilft ihnen, sich wohl zu fühlen.

Das Vertraute, so glauben sie, gibt ihnen den lebendigen Boden, in dem sie verwurzelt sind, den geschützten Raum, in dem sie ihre Lebens-geschichte ausbreiten konnten, die offene Freiheit, in der Traditionen und liebe Gewohnheiten sich entfalten und wachsen können.

Aber diese Liebe zu ihrer Vergangenheit engt sie auch ein. Sie fürchten sich, einmal einen neuen Weg zu gehen, eine unbekannte Tür zu öffnen, sich auf Menschen ein zu lassen, die sie nicht schon lange kennen. Sie haben Angst, ihre „Wohlfühlzone“ zu verlassen und ein Risiko einzugehen, weil sie nicht wissen können, wie sehr ein solches Abenteuer sie verändern könnte, welche Auswirkungen es auf ihr Leben haben könnte.

Andererseits habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass gerade aus dem traditionellen, fest gegründeten Glauben unserer Mütter und Väter die Kraft kommt, die Menschen brauchen, um in diesem Leben bestehen zu können.

Wo nichts mehr sicher zu sein scheint, ist es gut, sich an Wahrheiten zu binden, die nicht nur vom Verstand, von der Einsicht und von der Übereinkunft der jetzt lebenden Menschen allein abhängen, sondern die durch viele Generationen überprüft und bestätigt sind.

Es waren unsere Vorfahren, die gesungen und gebetet haben: „Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.“ – „Gott ist mein Helfer. / Ich fürchte mich nicht. / Was können mir Menschen tun?“

Wer solche Lieder singen kann, wer in solche Glaubensbekenntnisse mit einstimmen kann, der wird von einem Glauben getragen, der größer ist als ein einzelnes Herz.

Das Volk Israel, von dem wir in den Büchern des Mose lesen, hat sich aufgemacht und ist durch die Wüste gezogen. Sie waren als „wanderndes Gottesvolk“ das Urbild der glaubenden Gemeinschaften zu allen Zeiten: Nicht in einem fest gegründeten Haus ist Gott zu finden, sondern in einem leichten Zelt, das bald hier und bald dort stehen kann, wie es dem Willen, ja sogar der Natur Gottes entspricht. Denn er ist der Gott, der unterwegs ist, der Gott, der mit geht; so hat er sich dem Mose am „brennenden Dornbusch“ gezeigt.

Die Möglichkeiten, ja, die Notwendigkeit der Entwicklung haben die „Gründerväter“ der Kirche mit in ihre Wiege gelegt: Die Kirche muss sich immer verändern, sie ist immer eine, die reformiert werden muss. Denn Gott bleibt nicht stehen, und die Situation der Menschen verändert sich stetig.

Das Neue ist nicht immer automatisch das Bessere, das ist wohl wahr; aber eine Kirche, die gewissermaßen eingefroren ist, die nicht mehr beweglich ist, wäre – sollte es so etwas überhaupt geben – wäre unfähig, ihren Auftrag zu erfüllen; sie würde in kurzer Zeit sowohl Gott als auch die Menschen aus dem Blick verlieren und sich in bloßer – sinnloser – Rechtgläubigkeit erschöpfen.

Wenn die Kirche aber nicht mehr dient, dient sie zu nichts…“ hat einer ihrer klugen Denker einmal gesagt, und das ist wahr. Beten und arbeiten gehört zusammen, orare und laborare, und wenn eines von diesen Beiden fehlt, gerät das Volk Gottes vom Weg ab.

Kirche muss Kirche bleiben; das heißt: Sie muss auf der einen Seite in Gott verwurzelt sein, denn aus dem Glauben an ihn zieht sie Saft und Kraft; aber sie muss sich den Menschen zuwenden, denn ohne den Kontakt zu den Einzelnen als auch in die Gesellschaft hinein bleibt sie wirkungslos und macht sich zuletzt überflüssig.

Wir wollen den ererbten, vertrauensvollen Glauben unserer Eltern in diesen Tagen neu mit Inhalt füllen und daraus leben, ihn so als einen vorbildhaften Lebensstil an eine kommende Generation weiter geben. Wir verstehen das im Sinne von „fit werden für eine veränderte Zeit“. Es ist wichtig, sich glaubend den Herausforderungen der Zukunft zu stellen, damit der Glaube wirksam und lebendig bleibt.

Auf das Vertrauen auf Gott, auf die Möglichkeit eines Lebens ohne Angst kommt es mir an. Diese Freiheit kann kein Mensch sich selbst schaffen.

Wo der Mensch nur seine Speicher mit Weizen füllt und seine Konten mit Geld, seine Festplatten mit Daten und seine Archive mit den Beweisen vergangener Herrlichkeit, da geht Freiheit im Gegenteil auf Dauer zugrunde. An einem Tag wird er noch sagen: „Jetzt hast du vorgesorgt für viele Jahre, iß und trink und lass es dir gut gehen!“, doch schon am nächsten Tag kann ihm alles unter den Fingern zerrinnen. „Heute noch wird man deine Seele von dir fordern“, heißt es im Gleichnis, „wem wird dann nützen, was du aufgehäuft hast?“

Gott ist es, der ein neues Herz und einen neuen Geist in die Menschen legt, die an ihn glauben. Zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Karfreitag und Ostern, zwischen Zeit und Ewigkeit spannt er die Brücke, auf der wir leben.

Ihr  Richard Horn, Pfr.