Gottesdienste im Juni 2016

Sonntag, 12. Juni 2016

3. Sonntag nach Trinitatis

9.30 Uhr

Gottesdienst in Kiekebusch

11.00 Uhr

Gottesdienst in Brusendorf

 

Predigttext:

Ich danke unserm Herrn Christus Jesus,
der mich stark gemacht
und für treu erachtet hat
und in das Amt eingesetzt,
mich, der ich früher ein Lästerer
und ein Verfolger und ein Frevler war;
aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren,
denn ich habe es unwissend getan,
im Unglauben.

Es ist aber desto reicher geworden
die Gnade unseres Herrn
samt dem Glauben und der Liebe,
die in Christus Jesus ist.

Das ist gewisslich wahr
und ein Wort, des Glaubens wert,
dass Christus Jesus
in die Welt gekommen ist,
die Sünder selig zu machen,
unter denen ich der erste bin.

Aber darum
ist mir Barmherzigkeit widerfahren,
dass Christus Jesus an mir als Erstem
alle Geduld erweise,
zum Vorbild denen,
die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben.

Aber Gott, dem ewigen König,
dem Unvergänglichen und Unsichtbaren,
der allein Gott ist,
sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.

 

Samstag, 18. Juni 2016

18.00 Uhr

Gottesdienst in Rotberg

Sonntag, 19. Juni 2016

4. Sonntag nach Trinitatis

9.30 Uhr

Gottesdienst in Waßmannsdorf

11.00 Uhr

Gottesdienst in Selchow

 

Predigttext:

Du aber, was richtest du deinen Bruder?
Oder du, was verachtest du deinen Bruder?

Wir werden alle
vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.

Denn es steht geschrieben (Jesaja 45,23):
»So wahr ich lebe, spricht der Herr,
mir sollen sich alle Knie beugen,
und alle Zungen sollen Gott bekennen.«

So wird nun jeder von uns für sich selbst
Gott Rechenschaft geben.

Darum lasst uns nicht mehr
einer den andern richten;
sondern richtet vielmehr darauf euren Sinn,
dass niemand seinem Bruder
einen Anstoß oder Ärgernis bereite.

 

Freitag, 24. Juni 2016

Johannistag

18.00 Uhr

Gottesdienst in Groß Kienitz

 

Predigttext:

Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes,
der Erstgeborene vor aller Schöpfung.
Denn in ihm ist alles geschaffen,
was im Himmel und auf Erden ist,
das Sichtbare und das Unsichtbare,
es seien Throne oder Herrschaften
oder Mächte oder Gewalten;
es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.

Und er ist vor allem,
und es besteht alles in ihm.
Und er ist das Haupt des Leibes,
nämlich der Gemeinde.

Er ist der Anfang,
der Erstgeborene von den Toten,
damit er in allem der Erste sei.

Denn es hat Gott wohlgefallen,
dass in ihm alle Fülle wohnen sollte
und er durch ihn alles mit sich versöhnte,
es sei auf Erden oder im Himmel,
indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.

 

Samstag, 25. Juni 2016

14.00 Uhr

Gottesdienst in Kiekebusch

Sonntag, 26. Juni 2016

5. Sonntag nach Trinitatis

9.30 Uhr

Gottesdienst in Schönefeld

11.00 Uhr

Gottesdienst in Großziethen

 

Predigttext:

Denn das Wort vom Kreuz
ist eine Torheit
denen, die verloren werden;
uns aber, die wir selig werden,
ist’s eine Gotteskraft.

Denn es steht geschrieben (Jesaja 29,14):
»Ich will zunichte machen
die Weisheit der Weisen,
und den Verstand der Verständigen
will ich verwerfen.«

Wo sind die Klugen?
Wo sind die Schriftgelehrten?
Wo sind die Weisen dieser Welt?

Hat nicht Gott die Weisheit der Welt
zur Torheit gemacht?

Denn weil die Welt,
umgeben von der Weisheit Gottes,
Gott durch ihre Weisheit nicht erkannte,
gefiel es Gott wohl,
durch die Torheit der Predigt
selig zu machen, die daran glauben.

Denn die Juden fordern Zeichen
und die Griechen fragen nach Weisheit,
wir aber predigen den gekreuzigten Christus,
den Juden ein Ärgernis
und den Griechen eine Torheit;
denen aber, die berufen sind,
Juden und Griechen,
predigen wir Christus als Gottes Kraft
und Gottes Weisheit.

Denn die Torheit Gottes ist weiser,
als die Menschen sind,
und die Schwachheit Gottes ist stärker,
als die Menschen sind.

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24. Juni – Johannistag

Am 24. Juni ist Johannistag, astronomisch gesehen die Sommersonnenwende, nach kirchlicher Tradition der Geburtstag Johannes des Täufers. Sechs Monate nach und sechs Monate vor dem Heiligen Abend, dem Gedenktag der Geburt Jesu, feiern wir den „Vorläufer“, der das Kommen Jesu ankündigte. Wenn man sich vorstellt, wie die Erde in einem Jahr um die Sonne kreist, dann steht die Erde am Johannistag genau gegenüber dem Punkt, an dem die Erde in der Weihnachtszeit steht. (Ungefähr am Johannistag hat die Erde dabei den größten Abstand zur Sonne und an Weihnachten ist sie der Sonne am nächsten, mitten im Winter!) Der Geburtstag des Täufers Johannes und der Geburtstag Jesu sind so aufeinander bezogen.

Wer war Johannes? Wir nennen ihn den Täufer. Aber viele andere Namen hätten auch zu ihm gepasst. Johannes, der Rufer, die Stimme Gottes in der Wüste. Johannes, der Prediger des Herrn. Johannes, der Prophet. Wie die alten Propheten aus der Zeit der Könige Israels rief er auf zu Umkehr und Buße. Im Namen Gottes rief er. „So spricht der Herr!“ Kehrt um! Lasst ab von euren bösen Taten, lebt nach den Geboten Gottes! Denn sein Reich ist nahe herbei gekommen! Und die Menschen hörten auf ihn und kamen hinaus an den Jordan, um sich von ihm taufen zu lassen als Zeichen ihrer Umkehr.

Und dann kam Jesus zu ihm hinaus, und Johannes erkannte in ihm den Messias, den erlösenden Heiland. Johannes wurde sein Herold, sein Verkündiger, sein Ansager, ein lebendiger, lebenskräftiger Hinweis auf den, der da kommt, ja, der gekommen ist. So sehe ich Johannes am liebsten, als Herold, der dem Herrn vorangeht, ihn ankündigt: Seht, es kommt das Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt.

Mit großem, übergroßem Zeigefinger hat man ihn gemalt, denn er zeigt mit seinem ganzen Leben auf Jesus Christus. „Ich bin nicht wert, seine Sandalen zu binden“, hat er gesagt, „er wird euch mit heiligem Geist und mit Feuer taufen.“ – Nach dem Bericht im Evangelium hat Johannes nach der Begegnung mit Jesus seine Stellung als geistlicher Leiter aufgegeben. Die Jünger des Johannes folgen nun Jesus. Sein Verhältnis zu Jesus wird wohl am deutlichsten mit diesem Wort beschrieben: „Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen.“ Darum wohl legt die kirchliche Tradition seinen Geburtstag auf die Sommersonnenwende: Von nun an nehmen die Tage und das Licht wieder ab. Mit der Geburt Jesu aber kommt das Licht zurück.

 

Hundert bunte Bänder – Gedanken zum Pfingstfest

Wenn man ein Geheimnis hat, das ist etwas Tolles! Kennt ihr das, wie es ist, wenn mir das Herz klopft und es im Bauch kribbelt, und wenn ich ganz aufgeregt hin und her laufen möchte: Ich hab ein Geheimnis, das weiß sonst keiner?! Nur ich allein.

Ich weiß, dass auf dem Kirchhof in Selchow ein Igel wohnt und ich weiß auch, wo man den abends manchmal sehen kann, wenn er sich nicht gerade versteckt. Ich weiß, wo es die besten und leckersten Pommes frites in Berlin gibt.  Aber das sind alles Geheimnisse. Die verrate ich hier nicht.

Natürlich behalten wir die meisten Geheimnisse nicht immer für uns allein. Macht ja auch keinen Spaß, wenn man es nicht irgendwem erzählen kann, dem besten Freund oder der besten Freundin, mit irgendwem muß man ein Geheimnis teilen. Aber nicht mit zu vielen Leuten, sonst ist es ja kein Geheimnis mehr, wenn es jeder weiß. Denn ist es erst richtig schön, wenn man zu zweit oder zu dritt etwas weiß, ein Geheimnis, und alle anderen haben nicht die geringste Ahnung…

So ein Geheimnis verbindet. Ich glaube, manche Freunde sind deshalb die besten Freunde, weil ich mit ihnen zusammen ein Geheimnis habe. Das teile ich mit ihnen, oder sie mit mir, und ich kann mich auch darauf verlassen, daß die nichts weiter erzählen. Geheimnisse, die man miteinander teilt, machen Leute, die man zuerst nur eben so kennt, zu Freunden.

Ich kenne da eine Geschichte, ich weiß nicht, ob die mal wirklich passiert ist oder ob die sich nur jemand ausgedacht hat, aber ich mag sie sehr.
Die geht so:

Ein junger Mann hat eine Freundin. Die beiden sind sehr verliebt, und sie möchten auch gern heiraten. Da ist nur ein Problem: Die Firma, bei der der junge Mann arbeitet, schickt ihn für ein Jahr ins Ausland. Weit weg in einem anderen Land muß er arbeiten, und er kann seine Freundin die ganze Zeit nicht einmal besuchen.

Aber er sagt zu ihr: Wenn ich wieder komme und Du liebst mich noch, dann binde für mich in den Baum am Bahnhof ein gelbes Band. Wenn ich das Band sehe, steige ich aus, und wir werden in der selben Woche noch heiraten. Aber wenn ich da kein Band sehe, dann bleibe ich im Zug sitzen und fahre gleich wieder zurück in das ferne Land und komme nie zurück…

Und dann fährt er weg… Ein Jahr später kommt er zurück, und er ist ganz aufgeregt und nervös: Liebt sie mich noch? Wird da ein Band am Baum sein, oder liebt sie mich nicht mehr? Und wie er am Bahnhof ankommt, sieht er hundert bunte Bänder an dem Baum im Wind flattern, denn sie ist hundertmal mehr in ihn verliebt, und sie heiraten, und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch…

Was die Bänder an dem Baum wirklich bedeuten, wußte nur der junge Mann und die Frau, die ihn so geliebt hat. Für alle anderen Leute waren es nur bunte Bänder, aber für die beiden war es ein Versprechen, ein Liebes-Zeichen, ein Geheimnis, das die beiden miteinander geteilt haben. „Ich liebe dich.“ Das ist ein Lebensgeheimnis, das für´s Leben verbindet.

Ich glaube, daß Gott auch solche Geheimnisse hat, und daß er manchmal die Geheimnisse mit uns teilt. Weil er will, daß wir seine Freunde sind. Und darum hat er auch ein Band in unseren Lebensbaum gebunden. Das ist der Heilige Geist. Er ist ein Zeichen von Gott, daß er uns liebt. Er ist ein Band, das uns verbindet, Gott und uns. Er ist Gott, der in unser Leben kommt, ein Lebensgeheimnis. Ein Band, mit dem Gott uns hundertfach und tausendfach erinnert: Ich liebe dich.

Ich freue mich über diese Liebe Gottes zu mir. Sie macht mich froh. Sie nimmt mir die Angst. Und sie hilft mir, dass ich leben kann. Und darum möchte ich jetzt ein buntes Band in den Pfingstbaum flechten. Und wenn Sie wollen, können Sie das auch tun. Ein buntes Band als Bekenntnis unseres Glaubens, als ein Dankeschön, als Zeichen, daß wir Gott auch lieb haben, so wie er uns.